Skitouren - Pistengehen
Das Ausdauertraining mit den Tourenski erfreut sich auf heimischen Skipisten immer größerer Beliebtheit.
Eine immer größere Anzahl an Tourengehern und ausdauernden Sportlern steigen mit Tourenski und Fellen auf präparierten Pisten auf und sorgen bei Seilbahnbetreibern sowie "normalen" Pistenbenützern für immer mehr Unmut: hinter Geländekuppen kommen Skifahrern und Snowboardern die Pistengeher entgegen. Der Österreichische Alpenverein hat nachfolgende Empfehlungen für Pistengeher zusammengestellt und bittet diese bei den nächsten Touren auf der Skipiste zu befolgen.
Warnhinweise, Sperrungen und lokale Regelungen beachten
Beim Einsatz von Pistengeräten, insbesondere bei Seilwinden, oder bei Lawinensprengungen kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Die Piste kann aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Arbeiten gesperrt sein. Wird die Piste aufgrund einer solchen Präparierung gesperrt, liegt es im Eigeninteresse des Aufsteigers, von einer Begehung Abstand zu nehmen. Gleiches gilt selbstverständlich auch für Pisten, die aufgrund akuter Lawinengefahr bzw. wegen Sprengarbeiten geschlossen sind.
Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen
Natürlich stellt es kein Problem dar, bei wenig Skibetrieb und übersichtlich breiter Piste nebeneinander aufzusteigen. Dass aber insbesondere bei unübersichtlichen Kurven, Engstellen, Ziehwegen usw. der Gänsemarsch vorzuziehen ist, sollte selbstverständlich sein.
Die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügen Abstand queren
Man versetze sich in die Sicht des Abfahrers, der einem hinter einer Kuppe wartenden Tourengeher gerade noch ausweichen kann. Kollissionen sind bei einem solchen Verhalten vorprogrammiert.
Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren
Über Nacht festgefrorene Spüren können die Pistenqualität stark beeinträchtigen. Wird die Piste nach Betriebsende gewalzt, kann es mehrere Stunden dauern, bis sich der komprimierte Schnee gesetzt hat. Wenn die Piste während dieser Zeit befahren wird, sind diese Spuren am nächsten Tag als harte Fahrrillen zu sehen und zu spüren.
Mach dich sichtbar
Verwende bei Einbruch der Dunkelheit Stirnlampe und reflektierende Kleidung. Auch als abfahrender Pistengeher ist es ratsam, schon von weiterm von Pistengerätefahrern gesehen zu werden.
Hunde nicht auf die Skipisten mitnehmen
Vierbeinige Begleiter werden auf den Pisten nicht gerne gesehen, sie stellen ein unnötiges Risiko für alle beteiligten Wintersportler dar.
Parkplätze benützen und Parkgebühren akzeptieren
Mit Parkgebühren muss jeder Bergsportler heutzutage leben; auch für "echte" Tourengeher stehen mittlerweile ausgewiesene Parkplätze zur Verfügung.
Umweltfreundlich anreisen
Die Anreise in Fahrgemeinschaften oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist nicht nur umweltverträglicher, sondern trägt auch dazu bei, die Parkplatzproblematik zu entschärfen.